Korsika, 8.Tag: 30.3.2002


Nach dem gestrigen und frostigen Karfreitag steht uns heute das Kofferpacken und der Umzug in eine neue Basis vor, in der wir die zweite Woche verbringen sollen. Also, rein in einen geräumigen Bus für 60 Personen und wir verlassen Zonza. Es ist uns aus der Reisebeschreibung bekannt, daß wir demnächst in einer Ferienanlage in bequemen Bungalows untergebracht werden, wo uns zwei Schlafräume und ein Wohnzimmer mit einer Kochnische zur Verfügung stehen. Deswegen machen wir nach ca. 2 Stunden Fahrt Halt bei einem riesengroßen Supermarkt, um uns mit frischen Lebensmitteln zu versorgen. Wir kauften Salate und Obst, Wurst und Brot, Käse und Wein und auch Oliven und Salatdressing in der Erwartung einer fast grenzenlosen Gelegenheit, die Kochvorrichtung zu nutzen.

Campinghaus Zu unserer Ferienanlage war es noch 4 km weit weg, dann waren wir dort. Der erste Eindruck war durchaus positiv, wenn auch die Ferienanlage sich eigentlich als ein Campingplatz entpuppte. Auch die fahrbaren Häuschen machten einen netten Eindruck, in der Nachmittagssonne wirken sie sauber und niedlich. Drinnen fanden wir 4 Decken - jedoch vergeblich suchten wir nach irgendeinem Handtuch. Ursula organisiert, nach kurzer Verhandlung mit der Campingleitung, für jede Person ein Stück, das muß für die Woche reichen.

Wir inspizieren weiter unsere Unterkunft: Wasser - läuft, Gasboiler - funktioniert, Heizung - schwach und klein, aber heizt, Kühlschrank - brummt, Licht - brennt. Soweit ist alles OK und wir freuen uns auf die kommenden Tage.

Den Nachmittag nutzten wir zu einem Besuch vom 6 km entfernten Porto Vecchio. Der Weg auf der harten Straße mit Autoverkehr ist ein bißchen mühsam und die Stadt hat in der Vorsaison ziemlich wenig zu bieten. Ein Kaffee vor der Kirche und der Hafen und das war es. Ach, Ludmila kaufte dort noch die Postkarten.

Restaurant Zurück im Camping bereiten wir uns auf das Abendessen, das, laut Reiseprospekt, in einem kleinen, landestypischen Restaurant serviert wird. Nun, klein ist das "Restaurant" in der Tat, nur beim besten Willen wollen wir es für landestypisch nicht erklären: es besteht aus kaum mehr als einem Zelt mit primitiven Tischen und Bänken, es zieht aus allen Ecken. Gut, daß wir, weil es nach Sonnenuntergang deutlich kälter wurde, unsere Pullover und Anoraks sowie die Bergstiefel und Mützen angezogen haben. Obwohl man mit zwei Gasbrennern zu heizen bemüht war, zitterten wir beim Essen von Kälte. Und mit der sinkenden Temperatur sank auch die Stimmung der Gruppe bis nahe Null. Die Qualität der Küche hatte keine Chance, die Stimmung zu bessern.


"Kulinaria" am Abend: Einfacher Blattsalat, Kartoffelgratin, Rotwein (der einzige verfügbare Wein, kein besonders guter, jedoch gut gekühlt), Dessert


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