Feste


      Von Zeit zu Zeit wird im Augustinum etwas gefeiert und das ist für das ganze Haus ein wichtiges Ereignis. Die feierlichen Veranstaltungen sind entweder einmalig oder aber sie wiederholen sich regelmäßig, wie zum Beispiel die Karnevalsfeier im Frühjahr, der Sommerfest oder die beliebte Weihnachtsfeier. Zu manchen Feierlichkeiten sind Gäste von außerhalb des Hauses oder aber die Familienangehörigen der Hausbewohner eingeladen, es gibt aber auch die internen Feste. In jedem Fall verursachen sie eine ausführliche Vorbereitung und damit einen großen Einsatz der Mitarbeiter des Hauses. Und eine Musikbegleitung sowie ein außerordentliches Essen gehört regelmäßig dazu. Die Beteiligung ist regelmäßig zahlreich und wer einen vorteilhaften Tisch erreichen will, muss bereits rechtzeitig – und das heißt mindestens 20 Minuten vor dem Anfang – präsent sein.


Hitparade


      Das Leben in Augustinum ist ruhig, jedoch keinesfalls langweilig. Die Faschingsfeier im Februar 2015 war etwas ganz besonderes, so dass man sie wirklich als außergewöhnlich bezeichnen kann. Eine der Besonderheiten bestand zum Beispiel darin, dass niemand von den Bewohnern des Hauses gewusst hatte, was zu erwarten war. Natürlich haben wir ein gutes Essen vermutet, doch darüber hinaus herrschte ein totales Geheimnis.
Tanz       Wie üblich, war der große Augustinum Saal, zu dem auch die Schiebewand zu Restaurant beseitigt werden musste, um genug Platz für die runden Tische zu haben, lange vor dem angemeldeten Anfang beinahe voll besetzt. Und als Herr Direktor Stallein die Anwesenden begrüßte und mitgeteilt hat, dass wir eine Hitparade erleben werden, war die Katze aus dem Sack, jedoch die echten Überraschungen sollten noch kommen. Und es ging Schlag auf Schlag: zu den gut bekannten Melodien wurde auf der Bühne getanzt und gehüpft – zu den Kosakenliedern ziemlich gewagt gesprungen – und das alles in farbenreichen Kostümen. Und wer waren die Menschen, die sich für uns so kraftvoll bemüht haben? Auf Anhieb war es nicht zu erkennen – die Maskierung war perfekt – doch nach und nach haben wir sie entdeckt: das waren alles die Miteinarbeiter des Hauses, die ihre freie Zeit für die anspruchsvollen Vorbereitungen und Übungen für die Vergnügung der Bewohner zur Verfügung gestellt haben.
Udo      
Auf die Songs folgten kleine theatralischen Darbietungen, lustig und originell, zum Schmunzeln oder sogar zum Lachen zwingend. Auch Gitarre wurde gespielt und als ein Mann im weißen Morgenmantel kam und den Udo Jürgens Gesang und Klavierspiel imitiert hatte, gipfelte die Begeisterung unserem Hausdirektor entgegen. Als das ganze Ensemble zum Finale auf die Bühne kam, konnte der begeisterte Beifall nicht enden.
      Die Stimmung war hervorragend, auch das schmackhafte Essen und die ausgewählten Weine haben dazu beigetragen. Sogar die Damen vom Service konnten dem Zauber nicht entkommen und haben mitgefeiert. So war es nur angebracht, dass die Beiratsvorsitzende Frau Hammerschmidt im Namen aller Bewohner für das gelungene Abend den Mitarbeitern des Hause herzlichen Dank ausgesprochen hat.


Finale


Jubileum


      Was heute das „Senioren Wohnstift Augustinum Detmold“ ist, war ursprünglich eine Fabrik. Daraus wurde später ein Altersheim gemacht und als dieses pleite wurde, hat das Gebäude die damalige Stiftung Augustinum übernommen, um daraus nach ausführlichem Umbauen und moderner Erweiterung das heutige Wohnheim gemacht. Inzwischen sind es bereits 40 Jahre Geschichte und es ist naheliegend, dass dadurch ein Grund zum Feiern entstand.
Entsprechend der Wichtigkeit der Veranstaltung wurden offizielle Gäste eingeladen, darunter der höchste Repräsentant vom Unternehmen Augustinum, Prof. Dr. H. Rückert aus Zentrale München. Ein bisschen enttäuschend wurde die Mitteilung über die derzeitigen Probleme im Zusammenhang mit einigen Immobilien, die jedoch das Haus in Detmold nicht unmittelbar betreffen.




Teller

Dagegen haben wir erfahren, dass von allen Augustinischen Häusern das unsere in Detmold die besten Noten bei einer Umfrage in puncto Zufriedenheit der Bewohner bekam. Darauf ist unser Hausdirektor Herr Stallein nicht wenig stolz – und das mit Recht.Nun es wurde nicht nur geredet – wenn auch ausgiebig – wir bekamen auch die Gelegenheit, zwei erstklassige Musikerinnen (Saxofon, Klavier) zu hören, die zu der guten Stimmung einen sehr gelobten Beitrag leisteten. Doch die Krone des Abends war zweifelsohne die großartige kulinarische Leistung aus der Küche: ausgezeichnete Vorbereitung der ausgewählten Speisen und die übliche zügige Bedienung, die mit gutem Wein nicht gespart hat, begeisterte alle Teilnehmer.

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