Meine Interessen:  

   Bereits als junger Knabe war ich von der Sciencefiction fasziniert. Diese Art Literatur und die Geschichte der Entwicklung von der Atombombe im Laufe des Zweiten Weltkriegs war der Grund warum ich beschlossen habe, Physik zu studieren. Ja, ich wollte unbedingt die Atome spalten. Meine Diplomarbeit schrieb ich über das Molekularspektrum von Cyan. Aber mein Schicksal lief in eine andere Richtung und führte mich zu der Erdöl- und Erdgasindustrie: Mehr als alles andere wollte ich in einem physikalischen Labor arbeiten, aber es war leider nur während eines einzigen, glücklichen Jahres möglich...

   Ich musste einen Ersatz suchen und den habe ich im Programmieren von Rechnern gefunden. Das ist eigentlich auch eine Art vom Handwerk, dieses Zusammenbringen von etwas, was nicht gleich vom Anfang an funktioniert. So wie bei einem physikalischen Experiment, alles ist sorgfältig vorbereitet und soll laufen - aber normalerweise tut es nicht. Also, zum Teufel, was kann hier falsch sein? Die Schlacht zwischen der toten Materie von einem Computer und dem lebendigen Gehirn von einem Mensch geht los; manchmal überlebt der Mensch.

    Mein erster Kontakt mit einem Computer liegt in den frühen Sechstigern des zwanzigsten Jahrhunderts zurück. Die Maschine, mit der ich damals arbeiten konnte, war die berühmte russische Ural-2, ein Apparat, mit Röhren ausgestattet und in Maschinenkode programmiert. Mein erstes Programm war eine Art Analyse von eingeborenen Herzkrankheiten, das ich als ein Teil meines Postgradualstudiums an der Technischen Universität in Bratislava (Pressburg) geschrieben habe. Der Grund für meine Themenwahl war die Diskussion mit meiner Ehefrau, die eine Idee, dass ein Computer medizinische Probleme könnte lösen helfen, nicht akzeptieren wollte. Also, musste ich sie auf ihrem eigenen Gebiet überzeugen. Ich habe es geschafft.

    Seitdem habe ich mit Algol, Fortran, APL, Pascal, Prolog, C und C++ Programme geschrieben. Derzeit kämpfe ich mit Java mit Hilfe von JBuilder4. Die Schwierigkeit besteht darin, dass, sobald man mit Mühe eine Programmiersprache erlernt, ist sie bereits überholt. Jetzt spricht die Welt über Delphi, PHP und HTML, aber bereits morgen werden wir hören über Jini und XML und - der Teufel alleine weiß über noch was.

Zum Spaß und als Beispiel sind ein paar hübsche Bilder zu finden, unter Anwendung von einer Chaosmethode mit Java programmiert, die man Fraktale nennt.

Hier sind einige Bücher aus meinem Bücherschrank:

Russell,NorviG: Artificial Intelligence
Pffeifer, Scheier: Understanding Intelligence
Weiss, Kulikowski: Computer Systems That Learn
Ruelle: Zufall und Chaos
Franklin: Artificial Minds
Prigodine, Stengers: Dialog mit der Natur
Levy: Künstliches Leben aus dem Computer
Kelly: Out of Control
Watson: Intelligent Java Applications
Minsky: The Society of Mind

    Künstliches Leben - auf englisch "Artificial life" - alife- ist ein faszinierendes Thema. Vor einigen Jahren habe ich noch geglaubt, dass es nur einige wenige komische Personen in der ganzen Welt gibt, die sich für dieses Thema interessieren. Nach einem kurzen Besuch im Internet habe ich herausgefunden, dass beinahe jeder Mensch in beinahe jeder Universität mit alife und dem genetischen Algorithmus zu tun hat. Nach einer anderen kurzen Visite in WEB habe ich erfahren, dass bereits Hunderte von Veröffentlichungen, Diplomarbeiten, Büchern und Symposien existieren, in welchen zahlreiche freeks über alife wissen, schreiben und diskutieren seit mehr als zwanzig Jahren.

     Angefangen habe ich mit dem genetischen Algorithmus und schrieb ein kleines Programm, in dem eine Ameise versuchte, einem vorgegebenen Pfad zu folgen. Sie konnte es nicht besonders gut. Ich habe über "reinforcement learning" gelesen und dann über "classifier systems" und auch über Künstliche Intelligenz und dann über die neuronalen Netze und dann über die Koevolution und dann über Spieltheorie und dann - ich bekam einen Eindruck, dass mein Leben zu kurz ist... :-(

Ich habe nicht den Ehrgeiz ein Experte zu werden. Es ist jedoch eine interessante Art von "brain jogging" und es macht mir viel Spaß.

   Meine erste Berührung mit aktivem Musizieren passierte durch einen Geigenunterricht und endete sehr bald und ohne Erfolg. Einige Zeit danach versuchte ich es mit einem Piano und es sah ein bisschen besser aus, so dass ich bei diesem zweiten Versuch geblieben bin. Mein Vater hat mich ziemlich streng beim Etudenüben gehalten und nach etwa vier Jahren habe ich selbst Spaß an meinem eigenen Improvisieren gefunden. Danach war ich mehr oder weniger bereit, die Etüden freiwillig zu üben. Einige Jahre später und ich war imstande einfaches Jazz zu spielen. Das hat meine Freundinnen ziemlich beeindruckt und so habe ich geübt immer mehr und mehr. Mit Jazz, nicht mit den Freundinnen.

   In dieser Zeit hatten wir im Gymnasium einen guten Musiklehrer, der uns mit einigen bekannten Kompositionen der klassischen Musik bekannt machte, was sowohl meinen Freunden als auch mir sehr gefiel. Wir hatten eine ausgezeichnete Möglichkeit Konzerte symphonischer Musik zu besuchen und wir haben sie oft genutzt. Bereits in dieser frühen Zeit habe ich einige meiner Lieblingskomponisten kennen gelernt. Gute Musik ist für mich so faszinierend wie gute Programme und welche Musik die gute ist - das ist meine Entscheidung. Falls jemand nicht meiner Meinung ist, liegt er einfach falsch.

Hier sind einige von meinen bevorzugten Kompositionen:

Beethoven: The Last String Quartets
Bernstein: West Side Story
Chopin: Nocturnes
Debussy: Prelude a l`apres-midi d`un faune
Dvoøák: String Quartet in F-major
Gershein: Porgy and Bess
Grieg: Peer Gynt
Janáèek: String Quartet No.2
Liszt: Annees de pelerinage
Rachmaninoff: Piano concerto No. 2
Ravel: Tzigane
Scriabin: Preludes
Tschaikovsky: Symphony No.6 (Pathetique)
Villa-Lobos: Brasilian Portrait

   Ich bin in Tschechien geboren (damals war es die Tschechoslowakei) und mein erster Schrei war - wie es zu erwarten ist - in Tschechisch. Es muss ein fabelhafter Schrei gewesen sein, weil die tschechische Sprache die mit Abstand komplizierteste von allen Sprachen, die ich verstehen kann, ist. Keine andere Sprache hat so viele komplizierte grammatikalische Regeln und davon gleichzeitig so viele Ausnahmen. Ich vermute, dass der Grund dazu die relative Isolation der Tschechen ist, weil sie sich so weit im Westen befinden und eine sehr lange Grenze mit den deutschsprachigen Nationen haben. Etwa vor zweihundert Jahren war die tschechische Sprache beinahe tot und nur dank einem Haufen von Enthusiasten wurde sie wieder lebendig. Mit dem Fortschreiten der Computer ist die tschechische Sprache jedes Jahr der englischen immer ähnlicher.

   Mein Vater war sehr weitsichtig und ließ mich mit der englischen Sprache sehr früh anfangen. Ich kann mich erinnern, dass ich als ein acht- oder siebenjähriges Kind in einem Theaterstück mit dem Titel "Ein Auge das sieht" teilgenommen habe. Es war eine Geschichte von einem schlauen Indianer, der Spuren finden konnte, auch wenn sie bereits alt waren. Der Indianer, das war meine Rolle. Ich war unheimlich stolz auf mein indianisches Kostüm und auf den Federschmuck. Die Qualität von meinem Englisch war bestimmt auch sehr gut, ich bin sicher.

Später, ohne die Notwendigkeit dessen zu betonen, war die englische Sprache ein absolutes "must" in meinem Beruf. Leute sagen mir, dass ich mit einem amerikanischen Akzent spreche. Aber andere halten mich auch für einen Amerikaner, wenn ich deutsch rede. Kein Amerikaner sagt, dass ich Tscheche bin.

   Im Gymnasium musste ich Russisch lernen. Obgleich ich die russische Literatur und noch mehr die russische Musik liebe, war ich beim Erlernen dieser Sprache sehr faul. Nachdem ich die Universität beendet habe, musste ich sehr viel von der russischen technischen Literatur lesen und meine Kenntnis der Sprache hat sich zwangsläufig verbessert. Während meiner Zeit in Deutschland habe ich Russisch nur einmal benutzt - in Frankreich. Dort habe ich einen Kollegen aus Rumänien getroffen, der englisch nicht sprechen konnte und zu dieser Zeit waren meine Kenntnisse von Französisch gleich Null. Aber wir haben eine gemeinsame Sprache doch gefunden - Russisch.

   Mein erster Kontakt mit der deutschen Sprache entstand durch das österreichische Fernsehen und als wir nach Deutschland gekommen waren, hat es jeder auf Anhieb erkannt. Jetzt, nachdem wir hier mehr als 30 Jahren gelebt haben, spreche ich immer noch mit einem eigenartigen Akzent, doch es macht mir nichts aus, wenn die Leute sagen: " Ich würde gerne tschechisch sprechen mindestens so gut wie sie deutsch".

   Seitdem ich das Buch über die Drei Musketiere gelesen habe, träumte ich davon, Frankreich zu besuchen. Ich habe mich dazu vorbereitet, indem ich die Sprache und den Rotwein kennen lernte. Ich gestehe, das ich beides mag. Wenn ich in Frankreich bin, versuche ich sehr korrekt zu sprechen und alle Worte spreche ich ganz genau aus, jedoch die Franzosen haben einige Schwierigkeiten zu erkennen, worum die Rede ist. Zu gleicher Zeit murmeln sie etwas unverständlich und, komischerweise, sie verstehen sich gut.

   Es war unser Sohn Martin, der ein spanisches Mädchen heiratete und mich damit dazu gebracht hat, mit dem Spanischen anzufangen, weil ich unsere Enkelkinder verstehen wollte. In der Zwischenzeit können Olivia und Tobias sowohl Deutsch als auch Spanisch gleich gut benutzen und sind imstande, die spanische Konversation für die Oma Ludmila zu übersetzen.

Unabhängig davon, welche Sprache ich gerade benutze, ich fühle mich ein Europäer zu sein.




   Ich bewundere Internet wirklich. Das Netz ist für mich eine wunderbare Quelle der Informationen ich bin sicher, das es schon jetzt unsere Welt verändert. Das Beste daran ist es, dass ein Netz und keine Hierarchie ist. Es ist kein Symbol von "emerging properties", es ist die "emerging property" selbst. Es entwickelt sich und wächst wie eine lebendige Existenz mit dem offenen Ende.


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